Was aus unseren Schülern geworden ist!
 
Nachwuchs-Friseurin aus Halle
 
Schnipp, Schnapp - Innungsbeste
 
 
Auch privat widmet Neu-Gesellin
Justine Witters Frisuren viel Zeit.
 
90 Nachwuchs-Handwerker haben am Donnerstag im halleschen Maritimhotel ihre Gesellenbriefe überreicht bekommen. Eine Nachwuchs-Friseurin aus dem Salon Schlittchen in Halle landete auf Platz eins. Jetzt will sie ihren Meister machen.

Halle/MZ. Im halleschen Maritimhotel fand am Donnerstag für 90 Nachwuchs-Handwerker die traditionelle Freisprechung, also die Übergabe ihrer Gesellenbriefe, statt. Dabei waren Absolventen in 14 verschiedenen

Ausbildungsberufen, darunter Tischler, Schornsteinfeger, Gebäudereiniger und Fleischer.

Zu ihnen zählte auch die 19-jährige Friseurin Justine Witters, die ihre dreijährige Ausbildung im Salon Schlittchen in der kleinen Klausstraße in Halles Innenstadt gemacht hat. Witters bestand ihre Gesellenprüfung mit einer glatten „Zwei“ und wurde damit Innungsbeste.

„Ich bin stolz, dass ich das geschafft habe. Aber Friseurin zu werden war eben schon immer mein Traum,“ sagt die junge Frau aus Weißandt-Gölzau (Stadt Südliches Anhalt), die selbst eine auffällige Frisur trägt. Immer, wenn ihr der Sinn nach einer neuen Haarmode stehe, würden sie und ihre Kollegen im Salon gegenseitig schneiden, färben und glätten - je nachdem, was gerade passt. Frisuren seien für sie eben mehr als nur ein Beruf, eben eine Leidenschaft.

Über ihren Ausbildungsbetrieb weiß Witters nur Gutes zu berichten. So habe sie direkt am ersten Tag die Schere ansetzen dürfen - das allerdings an den Haaren ihrer Mutter, die als Versuchskaninchen herhalten musste. Drei Jahre später zur Gesellenprüfung ging es dann noch einmal Mama Witters’ Frisur an den Kragen. „Die Aufgabe war es, die Haare heller zu färben,“ sagt Justine. „Als Zweites sollte ich dann eine aufwendige Hochsteckfrisur inklusive Schminke anfertigen und am Ende einen Herren-Undercut zeigen.“

Den Prüfern scheinen die drei „Gesellenstücke“ gefallen zu haben, jedenfalls beginnt die Nachwuchs-Friseurin direkt ihre Ausbildung zur Meisterin - ebenfalls in Halle. Dadurch hofft sie der schlechten Bezahlung in der Branche wenigstens ein bisschen entgegenzuwirken. Ein niedriger Lohn könnte Justine Witters aber niemals von ihrem Traumberuf abhalten. „Am liebsten färbe ich Haare und verpasse den Kunden einen völlig neuen Look. “

Zu den Klassenfotos...

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - 24.09.2013 (BILD: Bauer) - Von Oliver Müller-Lorey

   

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